Ich hoffe noch, dass aller Menschen Glück nahe sein muß ...
Fragmente eines revolutionären Lebens
der Sarah Sonja Rabinowitz
Rabinowitz von Autorin Cornelia Naumann


Eine Frau taucht 1918 unvermittelt an der Seite Kurt Eisners in München auf und betreibt gezielte Agitation für einen Generalstreik, mit dem sie den Krieg beenden, Frieden mit Russland erzwingen und Deutschland in eine Republik verwandeln will. Es ist Sarah Sonja Lerch, geb. Rabinowitz (1882-1918), die schon nach wenigen Streiktagen verhaftet und 8 Wochen später im Gefängnis Stadelheim erhängt aufgefunden wird. Aber wer war diese Frau? Eine gelangweilte Professoren­gattin, die den Aufstand probte? Eine russische Agentin?

Cornelia Naumann recherchierte und fand er­staunliche Fragmente aus dem Leben einer ver­gessenen Revolutionärin, die in Deutschland studierte, 1905 nach Rußland zurückkehrte, 1912 heiratete und der Politik den Rücken kehrte.
Der Band sammelt bisher unveröffentlichte Briefe von Sarah Sonja Lerch geb. Rabinowitz aus dem Gefängnis, Reaktionen ihrer politischen Freunde auf ihren Tod, u.a. Clara Zetkin, veröffentlicht zum ersten Mal die Erinnerungen ihres Bruders Shmuel Rabinowitz, der wegen revolutionärer Tätigkeit nach Sibirien verbannt wurde, u.v.m.
Ein Lesebuch voller Überraschungen!

www.edition-av.de edition av
Cornelia Naumann (Hg.)
ISBN 978-3-86841-190-4
Rezensionen
Süddeutsche vom 11/12. August 2018